Gestern gab es eine namentliche Abstimmung im Landtag von Baden-Württemberg.
Das Ergebnis ist ein Schock. 117 Abgeordnete haben dagegen gestimmt, dass sich die Landesregierung für ein AfD-Verbot einsetzt. Wer heute nicht klar gegen Faschisten steht, steht neben ihnen. So einfach ist das. Diese 117 Menschen schützen eine Partei, die unsere Demokratie zerstören will. Und ja, das tut weh: Auch viele Grüne gehören seit gestern dazu. Wer wegschaut, macht sich mitschuldig. Damit sind auch die Grünen seit Gestern eine Faschofreundepartei und damit unwählbar!

#FaschoFreunde #Grüne #PRÜF

teilten dies erneut

Als Antwort auf Florian Lancker

Statement von MdL Sandra Boser:
Ganz einfach und deshalb so durchsichtig- das stand erstmal überhaupt nicht zur Abstimmung. Wir haben heute eine klare Entscheidung getroffen: Keine Verfassungsfeinde in der Justiz – das stellen wir mit der Reform der Juristenausbildung sicher. Dieses Ziel wurde von allen demokratischen Fraktionen gemeinsam getragen.
Umso unverständlicher ist es für, dass die #SPD nur eine Stunde vor der Abstimmung einen Entschließungsantrag zu einem völlig anderen Thema eingebracht hat – offenkundig für einen politischen Effekt. Wenn es der SPD ernsthaft um die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens gegangen wäre, hätte sie frühzeitig das Gespräch mit uns suchen können. Oder sich direkt an ihre eigene Ministerin in der Bundesregierung wenden müssen, die dafür zuständig ist. Denn klar ist: Der Landtag von Baden-Württemberg entscheidet nicht über ein Parteiverbotsverfahren.
Fest steht: Wer den Rechtsstaat schützen will, muss verlässlich und verantwortungsvoll handeln. Solche sensiblen Fragen gehören in die gemeinsame Verantwortung der demokratischen Fraktionen – nicht in kurzfristige politische Manöver.
Für uns bleibt klar: Die AfD ist ein Brandbeschleuniger des Rechtsextremismus in Deutschland. Wenn eine Partei darauf hinarbeitet, die Demokratie abzuschaffen, dann ist es demokratisch geboten, mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen sie vorzugehen. Aber dann ernsthaft und das kann die SPD im Bundestag einleiten.
#spd

:ulfr: hat dies geteilt.

Als Antwort auf Marc Keil

@marc

"Der Bundesrat kann die Prüfung ohne den Bundestag beantragen. Für eine Mehrheit reichen 35 der 69 Stimmen."
Es wäre sinnvoll, wenn die Länder endlich mal Verantwortung übernehmen würden.
pruef-demos.de/
@nicosemsrott
@Lancker

Als Antwort auf Effken

Da bin ich (und viele andere Grüne) ganz bei dir. Ich unterstütze PRÜF ausdrücklich. In diesem Fall war das allerdings eine Wahltaktik der SPD. Leider. Tatsächlich ging es um ein „Gesetz zur Änderung des Juristenausbildungsgesetzes“. Da hat die SPD wie gesagt diesen Entschliessungsantrag mit eingebracht. (Siehe: landtag-bw.de/resource/blob/61…).
Das ist so ein bisschen, wie wenn du in ein Kochrezept für einen Sauerbraten plötzlich noch das Rezept eines Apfelkuchens dazu legst. Das ist vielleicht beides lecker, aber es passt nicht dazu. Wenn jetzt jemand sagt: „Lass doch den Apfelkuchen weg!“ dann heißt das nicht, dass diese Person keinen Apfelkuchen mag.
Ich bin sehr dafür, dass der Bundesrat ein Prüfverfahren in die Wege leitet, aber wie gesagt, formell sollte das auch richtig sein, um keine Angriffsflächen nach rechts zu öffnen. In BW wird bald gewählt, da sollten wir den Faschos nicht noch zusätzliche Munition liefern.
Als Antwort auf Marc Keil

@marc danke für die Einordnung. Ich hab wohl nicht genug Einblick in die politischen Vorgänge. In dem Einwurf der SPD steht ja kaum was zum Ausbildungsgesetz. Also es wirkt auf mich tatsächlich wie ein zweites Rezept.
Ich frage mich allerdings dann 1. Wie kann das rechtens sein, wenn die 2 Sachen nix miteinander zu tun haben, dass es überhaupt erlaubt ist so was einzuwerfen?
Als Antwort auf Marc Keil

@marc
Mh.
Dann ist es also eine Ego Entscheidung der Grünen, weil sie beleidigt sind, dass sie nicht gefragt wurden?!
versteh ich auf kleiner normal Mensch Ebene. Aber wenn man politisch Macht besitzt und sie an dieser Stelle nicht nutzt, weil man empört über einen Formfehler ist...
🫣😮‍💨
Das ist sehr ermüdend und enttäuschend und hinterlässt einen Nachgeschmack von Kindergarten.
Die Rechten lachen sich derweil ins Fäustchen, weil wir über ihre Stöckchen springen. Fail
@nicosemsrott @Lancker
Als Antwort auf Effken

Fühle ich. Wirklich. In diesem Fall kam das Stöckchen allerdings halt von der #spd und ich finds wirklich schwierig, hier eine pauschale Aussage zu treffen. Ich bin auch kein Experte im parlamentarischen Verfahren. Ich sehe allerdings, wie viele Drucksachen in dieser Besprechung mit dabei waren und über wie viel sich die Abgeordneten beschäftigen mussten. Wenn da so kurz vorher was eingeschoben wird hat das halt auch ein "Gschmäckle". Vielleicht haben sie es wirklich nicht prüfen können, vielleicht war es wirklich die Koalitionstreue, die sie einhalten wollten (vor allem in Hinblick auf die Wahlen und dass es gerade sehr nach Schwarz/Grün aussieht.
Ich kann es dir nicht besser erklären, finde den Move von der #SPD aber schon ziemlich billig um noch ein bisschen Stimmung zu machen. Ich finde, die Parteien links der Mitte sollten schon mehr zusammenarbeiten anstatt aufeinander einzuschlagen.
#spd