Zum Inhalt der Seite gehen


Wer mit offenen Augen mal durch sein Viertel geht und mal nach oben schaut zu den Fenstern der Häuser, wird sich wundern, wie viele Wohnungen einfach so, teilweise über Jahre leer stehen.

Wir haben nicht zu wenige Wohnungen, wir haben zu viele Häuser und Wohnungen, die den Besitzer*innen als Spekulationsobjekte dienen.

Max hat dies geteilt.

Als Antwort auf Erdrandbewohner

Hmm, als privater Vermieter einer Wohnung oder eines Hauses hast halt inzwischen die Arschkarte.
Die würden sicher lieber vermieten als leer stehen lassen, können sich aber Mietausfall und jahrelange juristische Auseinandersetzungen schlicht nicht leisten, bei 2-3 % Mietrendite und ~5% Gesamtrendite. Chancen-Risiko-Verhältnis stimmt einfach nicht mehr.
Und Du kommst noch mit Spekulation ;-) auf was? Wertsteigerung ist im besten Fall 1,5%, mit Glück im angesagtesten Viertel.
Als Antwort auf Martin 🐦

Das ist die Realität, wenn Normalverdiener beim Hauskauf mit Spekulanten konkurrieren müssen. Wohnungen und Häuser werden so teuer, dass sie mit dem eigenen Einkommen gerade noch – und oft gar nicht mehr – zu finanzieren sind. Für Investoren hingegen bleiben diese Preise tragbar, weil sie nicht selbst darin wohnen, sondern auf Rendite spekulieren.

Wären #Immobilien günstiger, könnten sich wieder mehr Menschen ein Eigenheim leisten. Gleichzeitig wäre die Mietrendite für private Vermieter sogar höher – ein Markt, der Wohnen wieder als Lebensgrundlage begreift und nicht ausschließlich als Anlageobjekt.

Als Antwort auf Martin 🐦

@geospatialist Dann sollten solche Vermieter die Immobilie verkaufen und ihr Geld in was anderes investieren. Luxusuhren, Segelschiffe oder so.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Tag her)
Als Antwort auf schwarzeKatz

@schwarzeKatz
Darauf läufts raus, aber dem Wohnungssucher hilft das exakt gar nicht.
Das sogenannte „soziale“ Mietrecht wirkt faktisch als Instrument zur Verdrängung privater Vermieter und privaten Immobilieneigentums.
Am Ende bleiben ein paar große Immobiliengesellschaften und der Staat als quasi-Monopolisten auf dem Wohnungsmarkt.
Als Antwort auf schwarzeKatz

@schwarzeKatz Was sind die Kommunen? Die unterste Ebene des Staates. Und der Häuptling einer Kommune ist? Das Bürgermeisty!
Viel Spaß bei der Wohnungssuche, du bekommst ganz bestimmt die größte und schönste.
Als Antwort auf Martin 🐦

Schon witzig, dass kommunale Bau- und Wohngenossenschaften dafür sorgten, dass die extreme Wohnungsnot in den Nachkriegsjahren des ersten und zweiten Weltkriegs gelindert wurde. Ziel war damals nicht der Gewinn, sondern Leuten eine Wohnung zu bieten und die Miete orientierte sich an den laufenden Kosten für Instandhaltung, Verwaltung, Sanierung. Aber klar, so ein Kommunismus geht heute gar nicht mehr. Kein Profit... Hahaha. *Kopfschüttel*...

@schwarzeKatz

Als Antwort auf Erdrandbewohner

Niemand bestreitet den Nutzen kommunalen Wohnungsbaus. Daraus folgt aber nicht, dass private Eigentümer heute auf Wirtschaftlichkeit verzichten müssen oder dass Leerstand automatisch Spekulation und damit unmoralisch ist.

Essen ist auch ein Grundbedürfnis. Trotzdem käme niemand auf die Idee, Sushi zu verbieten, weil es Luxus ist, oder Restaurants zu enteignen, weil sie Profit machen. Merkste was?

Als Antwort auf Martin 🐦

Ja, ich merke vor allem, dass du von einem Grundbedürfnis sprichst. Das stimmt natürlich, aber du verkennst, dass Wohnen ein GrundRECHT ist. Wenn Grundrechte nicht eingehalten werden, weil Spekulierende massenhaft Wohnungen leer stehen lassen, dann ist das mehr als unmoralisch. Und eine Politik, die sowas schweigend akzeptiert, ist moralisch bankrott.

Dabei will ich ja nicht einmal Enteignungen. Einfach nur monatliche Strafzahlungen auf jede ungerechtfertigt leer stehende Wohnung in der Höhe einer Durchschnittsmiete. Dann dürfte sich das Wohnungsproblem schnell entschärfen. @schwarzeKatz

Als Antwort auf Erdrandbewohner

Ich verstehe das auch nicht. Müsste doch möglich sein, die Häuser in Schuss zu bringen und zu nutzen. Wie absurd, dass auf der grünen Wiese neu bauen billiger ist, als vorhandenes renovieren. (Kann mir weder noch leisten, aber was mitrenovieren fürn guten Zweck werd ich immer gern.)
Als Antwort auf Mene_stfr

Die Wohnungen in meinem Viertel sind nicht einmal groß sanierungsbedürftig. Sie stehen einfach nur leer.

Ein Freund aus Grundschulzeiten besitzt so ein leer stehendes Haus mit drei Wohnungen. Es ist energietisch saniert, in einem prima Zustand.

Er selber wohnt nicht darin und will einfach nur abwarten, dass die Hauspreise weiter steigen, um es dann zu verkaufen. Ein leer stehendes Haus verkauft sich besser und man bekommt mehr Geld für ein leerstehendes, bezugsfertiges Haus. Sagte er mir zumindest so.